LESSONS LEARNT AND RECONCILIATION

Die Regierung Rajapaksa legt ihren eigenen Bericht vor +++ Sri Lanka Advocacy dokumentiert die internationale Diskussion +++ Außerdem: +++ Nachlese zum "Fall Dias" +++ Hintergrundberichte zur Landfrage und zur Lage der Frauen +++ Offener Brief an die Tamil National Alliance

The Rajapaksa-Government delivers its own report +++ Sri Lanka Advocacy documents the international discussion +++ In addition: +++ A little review of the "Dias Case" +++ Backgroundreports on the land issue and the situation of women +++ An open letter to the Tamil National Alliance

24. Januar 2011: Prageeth Ekneligoda seit einem Jahr “verschwunden”. Briefaktion von Sri Lanka Advocacy. +++ Prageeth Eknaligoda more than one year disappeard. A letter campaign of Sri Lanka Advocacy.

20. Januar 2011

(English below) Vor genau einem Jahr, am 24. Januar 2010, wurde im streng überwachten Colombo der bekannte Journalist und politische Kartoonist Prageeth Ekneligoda entführt. Sein „Verschwinden“ zwei Tage vor den Präsidentschaftswahlen war kein Zufall, und es muss davon ausgegangen werden, dass er, wie so viele MenschenrechtsaktivistInnen vor ihm, von staatlichen Sicherheitskräften verschleppt worden ist. Zum Jahrestag seiner Entführung und anlässlich eines großen Literaturfestivals in Sri Lanka haben international bekannte Intellektuelle und KünstlerInnen wie Arundhati Roy, Noam Chomsky, Ken Loach, Tariq Ali, Antony Loewenstein und Dave Rampton einen INTERNATIONALEN AUFRUF der Reporters Without Borders und der Journalists for Democracy in Sri Lanka (JDS) unterzeichnet. Begleitend dazu ruft Sri Lanka Advocacy zu einer BRIEFAKTION auf. +++ One year ago, on 24 January 2010, the famous journalist and political cartoonist Prageed Ekneligoda was kindnapped in heavily guarded Colombo. His „disappearance” two days before the Presidential Elections was not by accident. We have to assume that he was abducted by state security forces, like many other human rights activists before him. On the occasion of the anniversary of his kidnapping and at the beginning of a great literary festival in Sri Lanka famous intellectuals and artists like Arundhati Roy, Noam Chomsky, Ken Loach, Tariq Ali, Antony Loewenstein und Dave Rampton have signed an INTERNATIONAL APPEAL launched by Reporters without Borders and Journalists for Democracy in Sri Lanka (JDS). Accompanying Sri Lanka Advocacy calls for a LETTER to be send to the Srilankan Government.

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Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Ein Brief des Verschwundenen, die Erinnerung einer Tochter. +++ A Letter of the disappeared, the memory of a daughter.

20. Januar 2011

(English below) Prageeth Ekneligoda wurde vor seinem “Verschwinden” am 24. Januar 2010 schon einmal für einen Tag entführt. Die erste Verschleppung ereignete sich am 27. August 2009. Damals wurde er, wie in Sri Lanka üblich, mit Gewalt in einen “white van”, einen weißen Lieferwagen, hineingedrängt, man verband ihm die Augen, fesselte ihn und folterte ihn an einem unbekannten Ort. Am nächsten Tag wurde er wieder freigelassen: die Entführung sollte damals offensichtlich nur eine Warnung sein.  Kurz vor der zweiten Entführung schrieb er den hier dokumentierten Brief an Ruwandi Silva. Obwohl er sie so anspricht, ist sie nicht seine, sondern die Tochter Nandasena Silvas, eines seiner engsten Freunde, der schon am 8. November 1988 aus politischen Gründen ermordet wurde. Unterhalb des Briefs von Prageeth dokumentieren wir  deshalb auch einen kurzen Text von Ruwandi Silva, in dem sie auf die späten 1980er Jahre zurückkommt, die Prageeth an zentraler Stelle seines Briefs kurz anspricht.  +++ Before his “disappearance” on January 24th. 2010, Prageeth Ekneligoda was kidnapped for one day. The first procrastination happened on August 27th. 2009. By than he was, as usual in Sri Lanka, violently forced into a white van, his eyes were tied, he was handcuffed and tortured at an unkown place. The next day he was released: evidently this kidnapping was meant as a warning. Shortly before his second kidnapping he wrote the letter to Ruwandi Silva documented here. Although he adresses Ruwandi as daughter, she is not his relative, but the daughter of  Nandasena Silva, one of his closest friends, who was murdered for political reasons on November 8th. 1988. Therefore we also document a short text of Ruwandi below Prageeths letter, in which she goes back to the late 1980ies, to which Prageeth shortly turns at a central point of his letter. 

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Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Wo ist mein Mann? +++ Where is my husband? Von/By Sandya Ekneligoda

20. Januar 2011

(English below) Prageeth Ekneligodas Ehefrau Sandya Ekneligoda setzt sich seit der Entführung ihres Mannes öffentlich für ihn und alle anderen “Verschwundenen” ein. Vom 1. bis 3. Oktober 2010 nahm sie dazu auch an der Konferenz “Sri Lanka: Wie steht es um Rechtsstaatlichkeit und Demokratie?” teil, die das International Network of Sri Lankan Diaspora (INSD), die Gesellschaft für Konfliktprävention, Demokratie und Menschenrechte (GEKODEM) und der Sri Lanka Verein Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie in Bad Boll veranstaltet haben. Wir dokumentieren das Grußwort, mit dem sie die Konferenz eröffnete. +++ Since Prageeth Ekneligodas kidnapping  his wife Sandya Ekneligoda is publicly engaged in defence of her husband and all the other “disappeared”.  In October 2010 she therefore participated in the conference “Sri Lanka: Whats about Constitutional State and Democracy?”, besides others organised by the International Network of Srilankan Diaspora (INSD) in Bad Boll (Germany). We document the greetings, by which she opens the conference (german only). Kontakt zum INSD: mail@srilankandiaspora.com Read the rest of this entry »

Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Internationaler Aufruf +++ International Appeal

20. Januar 2011

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Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Pictures of an Exhibition – Kartoons von Prageeth Ekneligoda

20. Januar 2011

Nach dem “Verschwinden” Prageeth Ekneligodas präsentierte die  Lionel Went Gallery in Colombo unter dem Titel “Höhlenkunst des 21. Jahrhunderts”  eine Ausstellung mit Kartoons des entführten Journalisten. Mit herzlichem Dank präsentieren wir eine Auswahl dieser Bilder, die wir einem Bericht der Journalistin Dushiyanthini Kanagasabapathipillai entnehmen. +++ After the “disappearance” of Prageeth Ekneligoda the Lionel West Gallery in Colombo presented an exhibition of the kidnapped journalist’s cartoons under the title “Cave Art of 21st Century”. We present a selection of this pictures, which we with heartily thanks borrow from an article of the journalist Dushiyanthini Kanagasabapathipillai.

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Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Was tun? What is to be done? Interview mit/with Ruki Fernando

20. Januar 2011

MenschenrechtsaktivistInnen auf Sri Lanka gehören weltweit zu den am meisten gefährdeten VerteidigerInnen von Demokratie, Gerechtigkeit und Versöhnung. Wir bedanken uns bei Ruki Fernando für seine Bereitschaft, uns dieses Interview zu geben. +++ Human Rights Activists in Sri Lanka belong to the worldwide highly endangered defenders of democracy, justice and peace. We thank Ruki Fernando for this interview. Read the rest of this entry »

Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

2011: Das neue Jahr beginnt mit Morden und Entführungen +++ New Year dawns with killings and abductions. A JDS-press release.

20. Januar 2011

(English below) Das Verschwinden Prageeth Ekneligodas ist kein Einzelfall, sondern ein Beispiel für das, was vielen Menschen auf Sri Lanka – und in besonderer Weise den BewohnerInnen des tamilischen Nordens – alltäglich droht.  Zum Beleg dafür genügt die Lektüre der letzten Veröffentlichung der Journalists for Democracy in Sri Lanka (JDS) vor dem oben dokumentierten Aufruf:  eine Presseerklärung anlässlich der Morde und Entführungen auf Sri Lanka allein rund um den Jahreswechsel 2011. +++ The disappearance of Prageeth Ekneligoda is not a single case but an example for the every day threats to many people in Sri Lanka – especially those living in the tamil North. As a document you may read the last publication of the Journalists for Democracy in Sri Lanka (JDS) shortly before the International Appeal presented above: a press release on the killings and abduction around New Year 2011… Read the rest of this entry »

Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Ein stetig wiederkehrender Albtraum: Verschwindenlassen auf Sri Lanka +++ Recurring nightmare – Disappearances in Sri Lanka.

20. Januar 2011

(English below) Das Verbrechen des „Verschwindenlassens“ untergräbt die srilankische Gesellschaft schon seit Jahrzehnten. So wurden nach Angaben der prominenten Asian Human Rights Commission (AHRC) bereits in den späten Achtziger und Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts 36.000 Fälle gewaltsamen Verschwindens dokumentiert, allein in den vergangenen fünf Jahren erhöhte sich diese unerhörte Zahl um mehrere hundert Personen. In den meisten Fällen werden dafür staatliche „Sicherheitskräfte“ und eng mit der Regierung verbundene Paramilitärs verantwortlich gemacht, oft aber auch in kriminellem Eigeninteresse handelnde Privatpersonen.
Im folgenden dokumentieren wir dazu die Zusammenfassung einer Studie, die Human Rights Watch (HRW) bereits 2008 veröffentlicht hat. Anzumerken bleibt allerdings, dass die in der Studie erwähnten, ihrerseits ebenfalls für methodisches “Verschwindenlassen” verantwortlichen RebellInnen der Liberation Tiger of Tamil Eelam (LTTE)  von der srilankischen Armee 2009 endgültig vernichtet wurden – in einem blutigen, mit äußerster Brutalität geführten Krieg, dem allein in seiner letzten Phase bis zu 40.000 Menschen zum Opfer fielen. +++  The crime of “forced disappearances” undermines the srilankan society since decades. Following the prominent Asian Human Rights Commission (AHRC), already in the late 1980ies/1990ies of the last century 36.000 cases have been documented, in the last five years this shocking numbers increased by several hundred persons. In most of this cases state security forces  and paramilitary closely linked up to the government have been made responsible, but often times also privat persons acting in their own criminal interest. Below we document the Summary of a study released already 2008 by Human Rights Watch (HRW). It has to be mentioned, that the rebels of the Liberation Tiger of Tamil Eelam (LTTE), following the HRW-study also by methode responsible for “forced disappearances”, got  finally wiped out 2009 by the srilankan Army – in a bloody war lead with extreme brutality, which costs only in its last phase about 40.000 lives… Read the rest of this entry »

Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert

Ein Albtraum nicht nur Sri Lankas. +++ A nightmare not only in Sri Lanka.

20. Januar 2011

(English below)

Schon 1980 haben die Vereinten Nationen eine “Arbeitsgruppe zu Erzwungenem und Unfreiwilligem Verschwinden”  (“Working Group on Enforced or Involuntary Disappearances”, WGEID) eingerichtet. Sie soll den Angehörigen, FreundInnen und MitstreiterInnen der “Verschwundenen” beiseite stehen. Sie soll ihnen helfen, wenigstens Aufschluss über das Schicksal der Millionen Menschen zu gewinnen, die diesem Verbrechen weltweit bis heute zum Opfer fielen. Mit den Möglichkeiten der UN versucht die WGEID, verantwortliche Regierungen endlich zu behördlichen Untersuchungen, im gelingenden Fall auch zur juristischen Verfolgung einzelner Fälle zu bringen. Wir dokumentieren den umfangreichen Bericht, den die WGEID im Dezember 2010 in Genf vorgestellt hat. +++ Already in the 1980ies the United Nations initiated a “Working Group on Enforced or Involuntary Disappearances” (WGEID). The Working Group shall support the relatives, friends and comrades of the “Disappeared” and help at least to get clearance about the destiny of the millions of people who worldwide become victims  of this crime. With the means given to the UN, the WGEID advocates the governments in responsibilty, to start official inquiries, if it goes well even juridical prosecutions of single cases. We document the large report, WGEID released last november in Geneva: Office of the United Nations, High Commissioner for Human Rights: Enford or Involuntary Disappearances, Fact Sheet No. 6/Rev. 3

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Veröffentlicht: Januar 20th, 2011 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert