Vorab in eigener Sache: Nachlese zum “Fall Dias” +++ To begin with, from Sri Lanka Advocacy: A little review of the “Dias Case”
10. Januar 2012
(Please find english version below!) In den letzten beiden Ausgaben von Sri Lanka Advocacy ging es hauptsächlich um den “Fall Dias”: Den Skandal, dass einer der ranghöchsten mutmaßlichen Kriegsverbrecher der srilankischen Armee zum stellvertretenden Botschafter seines Landes in der Bundesrepublik, der Schweiz und dem Vatikan “befördert” wurde. Die Regierungen in Berlin, Bern und im Vatikan haben die Tätigkeit und den freien Aufenthalt des “Generalmajors der Killing Fields” geduldet, obwohl sie von Anfang an über die unerhörten Vorwürfe gegen den Ex-Kommandanten unterrichtet waren. Statt den Forderungen nach Ausweisung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers und der Eröffnung eines Strafverfahrens zu folgen, arbeiteten Berlin und Bern an einer “stillschweigenden” Heimkehr des Generalmajors nach Ablauf der ersten Dienstzeit. Immerhin das hat die Öffentlichkeit verhindern können, indem sie der zynischen Duldsamkeit der politisch Verantwortlichen die Aufmerksamkeit verschuf, die sie verdient: in einer Vielzahl von Lobbygesprächen, einer Reihe von kritischen Anfragen in den Parlamenten und verschiedenen TV- und Presseberichten. Hoffen wir, dass es einen weiteren “Fall Dias” nicht geben wird! Zum Abschluss der unseligen Angelegenheit verweisen wir deshalb noch einmal auf unser Archiv und dokumentieren die Antwort des Auswärtigen Amtes auf die Anfrage der Abgeordneten Katrin Werner nach der letztendlichen Ausreise des mutmaßlichen Kriegsverbrechers. Außerdem verlinken wir einen sehr gut recherchierten Hintergrundartikel der Journalistin Sophie Mühlmann aus der Zeitung Die Welt vom 04.01. 2012: Berichterstattungen wie diese sind das, was die Menschen auf Sri Lanka dringend brauchen.
Sri Lanka Advocacy’s last two editions mainly dealt with the “Case Dias”: The scandal that one of the most highest ranking suspected war criminals of the Sri Lankan Army, Major General Jagath Dias, was promoted to be his country’s Vice Ambassador in Germany, Switzerland and Vatican. The governments in Berlin, Berne and Vatican turned a blind eye on the unrestricted residence and the activities of the “Major General of the Killing Fields”, although they were fully informed about the outrageous allegations against him. Instead of acknowledging the demands to deport him back home or even to initiate legal proceedings, Berlin and Berne worked for Dias’ tacit farewell after his first period of service. This at least was prevented by the critical public which highlighted the cynical forebearance of the responsible political authorities: by lobby activities, critical questions in the parliaments and several TV- and mediareports. Let us hope that there will be no further “Case Dias”! To close this disastrous affaire, we herewith refer to our archives and to the answer of the German Foreign Office to Katrin Werner’s (Member of Parliament) question about Jagath Dias’ final departure. In addition you will find the link to a very well researched background article of the journalist Sophie Mühlmann, published in the German newspaper Die Welt, January 4th, 2012.
Deutsches Auswärtiges Amt/German Foreign Office: MdB Werner-Jagath Dias
Article Sophie Mühlmann, DIE WELT 04.01.2012: http://www.welt.de/politik/ausland/article13797634/Geheimes-Grauen-eines-barbarischen-Buergerkrieges.html, als pdf: Sri Lanka-Die Welt.01.12
Sri Lanka Advocacy August 2011: http://www.lanka-advocacy.org/2011/08/
Sri Lanka Advocacy June 2011: http://www.lanka-advocacy.org/2011/06/
Veröffentlicht: Januar 10th, 2012 | Autor: Redaktion | Kategorie: News | Kommentare deaktiviert